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Kochexperimente: Kochen mit grünen Bananen [Anzeige]

Kochexperimente: Kochen mit grünen Bananen [Anzeige]

Wenn man in der Lebensmittelbranche tätig ist und einen Food Blog betreibt, kommt man immer wieder mal in den Genuss außergewöhnlicher Zutaten. Als ich also kürzlich gefragt wurde, ob ich Lust auf 18 Kilogramm grüne Bananen hätte, um diese zu Hause selbst nachzureifen, war ich sofort Feuer und Flamme! Im heutigen Blog-Post zeige ich euch, wie das Kochen mit grünen Bananen funktioniert.

Da es Ende Februar überraschend kalt in Berlin war und die Bananen auch noch einige Tage im (vermutlich sehr kühlen) Zoll festhingen, dauerte es relativ lang, bis der Reifeprozess einsetze. Genug Zeit also, sich mit den grünen Bananen ausgiebig zu beschäftigen.

Ähnlich zu verwenden wie Kochbananen

Die grünen Bio-Bananen von gebana aus fairem Handel erinnerten mich direkt an Kochbananen bzw. „Matoke“, wie ich sie noch gut aus meiner Zeit in Kenia kenne. Auch damals hatte ich ein Rezept mit euch geteilt: einen kenianischen Kochbananen-Eintopf mit Chapati.

Normalerweise gehen unsere „normalen“ Bananen, die unreif geerntet werden, nach ihrer Ankunft in Europa in eine Reiferei, wo sie unter Ethylen-Zugabe in speziellen Kammern nachgereift werden. Ich hatte im Studium mal das Vergnügen mir so eine Bananenreiferei genauer anzusehen. Schon verrückt, wie jede Supermarktkette einen anderen Gelb-Ton einfordert und perfekt vorgereifte Bananen ausgeliefert bekommt. Man kann dem Kunden ja unmöglich zumuten eine Woche zu warten, bis die Frucht verwendet werden kann!

Die „gerechte Banane“

Schon seit anderthalb Jahren bin ich nun für die Schweizer Fair Trade Pionierin gebana tätig. Schon oft habe ich auf Instagram darüber berichtet. Ich bin sehr dankbar für meinen Job und werde in Zukunft auf dem Blog sicher häufiger über Projekte dort berichten.

gebana kommt übrigens von „GErechter BANAnenhandel“, denn mit einer Frauengruppe, die in den 70ern „gerechte Bananen“ in der Schweiz verkaufte, fing alles an. So entstand eine Bewegung mit dem Ziel den globalen Handel mit Lebensmitteln fairer zu gestalten. Zwanzig Jahre später ist gebana zu einem Unternehmen geworden, das Produkte von Bauernfamilien weltweit auf direktestem Weg zum Konsumenten bringen. Ohne Zwischenhändler, in Großpackungen, um Material und Wege zu sparen, und im Einklang mit Mensch und Natur!

Grüne Bananen richtig schälen

Die erste grüne Banane versuchte ich so zu schälen, wie man es von gewöhnlichen gelben Bananen gewohnt ist. Doch blieben so alle Fasern an der Frucht hängen. Dank YouTube hatte ich aber schnell Tipps gefunden, wie das besser klappt.

Ich schneide nun also immer die Enden der grünen Bananen ab und ritze die Schale der Länge nach einmal ein. Dann lege ich die Früchte für etwa eine halbe Stunde in kaltes Wasser. Und siehe da: Schon lässt sich die Schale leicht entfernen. Dazu muss man nur den Daumen seitlich zwischen Frucht und Schale schieben. Easy!

Bis zur Verwendung empfiehlt es sich die Bananen dann wieder mit Wasser zu bedecken, sonst werden sie braun. Ein weiterer Tipp, über den ich bei meiner Recherche gestolpert bin, ist Öl! Die Hände mit Speiseöl zu benetzen soll das Schälen wohl noch leichter machen und gleichzeitig Flecken auf der Haut vorbeugen, die wohl schwer wieder abgehen. Aber nun zu den Rezepten!

Grünes Bananen-Porridge (vegan)

Zutaten (für 1 Hauptmahlzeit oder 2 kleine Portionen)

  • 3 grüne Bananen (wie oben beschrieben vorbereitet)
  • 1 EL Mehl (ich verwende braunes Reismehlauch Cashewmehl, Mandelmehl oder Erdmandelmehl passen gut)
  • 1 Tasse (ca. 235ml) Kokosmilch
  • 1 Tasse (ca. 235ml) Wasser
  • 1 Zimtstange
  • 1/2 TL Muskat
  • 1/4 TL Piment
  • je eine Prise Kurkuma und Kardamom

Zubereitung
Die Bananen nicht zu fein raspeln und mit den übrigen Zutaten in einen kleinen Kochtopf geben. Bei mittlerer Hitze aufkochen. Dann bei geringer Hitze mindestens 20 Minuten köcheln lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit das Porridge am Boden nicht ansetzt.

Mit in der Pfanne leicht angerösteten Cashews und Kokosflocken, ein paar Kakaonibs, frischen Früchten sowie Kokosblüten- oder Ahornsirup verfeinert, wird dieses Porridge zum Gedicht! Der Geschmack lässt sich schwer beschreiben: irgendwie tropisch, aber nicht zu süß. Von der Konsistenz her eher wie ein Pudding. Probiert es doch einfach mal aus!

Bananen-Puffer mit Apfelmus (vegane Option)

Zutaten (für ca. 6 Stück)

  • 6 grüne Bananen von gebana
  • 1 Bio-Ei (für eine vegane Variante: 1 EL gemahlene Chia- oder Leinsamen mit 3 EL Wasser vermengen und kurz quellen lassen)
  • 75 g Mehl (ich habe hier normales Weizenmehl verwendet)
  • 1 TL Backpulver
  • 2-3 EL Rohrohrzucker
  • 1 TL gemahlener Zimt
  • 50 ml pflanzliche Milch nach Wahl
  • 1 Prise Salz
  • Rapsöl zum Braten
  • Apfelmus, nach Belieben (ich habe selbst gemachten ungesüßten Apfelmus aus Äpfeln aus der Heimat verwendet)

Zubereitung
Die Bananen wie oben beschrieben vorbereiten, grob raspeln und in eine Schüssel geben. Das Ei verquirlen. Nun Ei, Mehl, Backpulver, Zucker, Zimt, Milch und Salz zu den Bananenraspeln geben und gut vermengen. Der Teig sollte eine ähnliche Konsistenz wie Kartoffelpufferteig aufweisen. Falls die Masse zu flüssig erscheint, einfach noch etwas Mehl hinzugeben.

Reichlich Rapsöl in einer großen Pfanne erhitzen und mit einer kleinen Kelle den Teig portionieren. Bei mir passten drei Bananen-Puffer gleichzeitig in die Pfanne. Von beiden Seiten goldbraun braten, dann auf Küchentuch legen, um überschüssiges Öl zu entfernen.

Mit Apfelmus und mehr Zimt-Zucker bestreut genießen. Auch andere Marmelade passt gut. Und natürlich Nussmus! Am besten das ultra-leckere Macadamiamus von gebana!

Auch herzhaft als Rösti ein Genuss

Zu guter Letzt habe ich die Rösti auch als herzhafte Variante und ohne Ei getestet. Dafür habe ich noch etwas geriebene Karotte und Zucchini zu den grünen Bananenraspeln gegeben. Statt Weizenmehl habe ich Kichererbsenmehl und anstelle des Eis gemahlene Leinsamen verwendet. Die Masse habe ich dann mit Garam Masala, Kreuzkümmel, zerstoßenen Koriandersamen, geriebenem Ingwer und Knoblauch gewürzt. Man kann die Taler auch im Ofen backen statt sie in der Pfanne auszubraten. Dann würde ich dem Teig aber ein wenig Fett beigeben, z.B. Kokosöl. Serviert habe ich die indisch angehauchten Rösti mit einem veganen Joghurt-Dip und einem frischen grünen Salat.

Na, habt ihr jetzt auch Lust mit grünen Bananen zu experimentieren? Mit meinem Rabattcode „AK_carokocht20“ könnt ihr 10€ auf eure erste Bestellung bei gebana sparen (Mindestbestellwert 40€, gültig bis 31.07.2020). Ich habe derzeit noch etwa 4kg zu Hause, wovon etwa die Hälfte schon recht gelb ist. An Bananen-Curry und Bananenbrot wird es wohl in nächster Zeit nicht mangeln bei mir!

About Carolin

Ich bin Caro - die Person hinter dem Blog CaroKocht. Hier teile ich meine Leidenschaft für pflanzliche saisonale Küche, berichte über Hintergründe aus der Lebensmittelwirtschaft und gebe euch meine besten Foodie Tips für Berlin und Umgebung!

2 thoughts on “Kochexperimente: Kochen mit grünen Bananen [Anzeige]

  1. Ich hab auch gerade 18 kg gebanan-Bananeb zu bewältigen. Das Rösti-Rezept werde ich gleich heute abend ausprobieren – bin gespannt, was mein Steak dazu meint 🙂
    Danke für den Tipp! Ich schaue jetzt öfter mal vorbei:-)

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