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Mein nachhaltiger Weihnachtsgeschenke-Guide 2018

Der letzte Post ist lange her, aber so langsam findet wieder ein bisschen Routine Einzug in mein Leben und ich plane regelmäßige Beiträge ab dem neuen Jahr. Neben Rezepten, die eher nachdem Baukasten-Prinzip aufgebaut sein werden, möchte ich mich auf Blog Posts zum Thema Abfallvermeidung & Plastikreduktion fokussieren und noch mehr nachhaltige Tipps & Tricks für den Alltag liefern. Außerdem werde ich mich verstärkt den Themen „Fermentation“ und „Gärtnern“ widmen.

Geschenke für ein grüneres Weihnachtsfest

Nun aber zum eigentlichen Thema des heutigen Beitrages: Weihnachten steht mal wieder vor der Tür, wer hätte es gedacht… Obwohl das ja nun wahrlich keine Überraschung ist, so ist es doch immer wieder verrückt, wie schnell der 24. Dezember dann plötzlich näher rückt. Und mit dem nahenden Fest steigt bei vielen der Stressfaktor: Weihnachtsfeiern, Endspurt auf der Arbeit, Projekte fürs neue Jahr planen. Und die große Frage: Was schenke ich bloß?

Grundsätzlich plädiere ich ja für selbst gemachte Leckereien – die können einfach vernascht werden und selten liegt man mit so einem Geschenk total daneben. Für alle, die trotzdem gern noch etwas anderes als Süßkram unter den Weihnachtsbaum legen wollen, teile ich heute hier meine persönlichen Geschenk-Favoriten. Die meisten Unternehmen bzw. die Menschen, die dahinter stehen, kenne ich inzwischen persönlich durch Messen oder Veranstaltungen. Ich hoffe, dass die folgende Liste euch inspiriert und vielleicht noch auf ganz andere Ideen bringt. Verratet mir doch gerne unten in den Kommentaren, welche nachhaltigen Geschenke in diesem Jahr das Herz eurer Liebsten erwärmen dürfen.

Hinweis: Dieser Post enthält unbezahlte Werbung. Von manchen der erwähnten Firmen habe ich im Laufe des Jahres Produkt-Muster erhalten. Diesen Guide hier zu schreiben, war allerdings meine Idee. Wie immer spiegelt der Text meine persönliche Meinungen wider. Alle Empfehlungen kommen aus Überzeugung und von Herzen. ❤ 

Geschenke für Foodies

Als Foodie kommen mir natürlich als erstes nützliche Helferlein für die Küche in den Sinn. Da aber wirklich niemand eine zehnte Pfeffermühle oder Salatschüssel braucht, hier mal ein paar Ideen um Müll & Plastik aktiv zu reduzieren.

Praktisches für den kleinen Geldbeutel:

  • Bienenwachstücher: ich verwende die von Wildwax. Bienenwachs ist ein tierisches Produkt, ja. Aber wir brauchen ja Bienen für unsere Biodiversität und hier wird auf wesensgemäße Bienenhaltung Wert gelegt. Das Wachs stammt ausschließlich aus Deutschland und enthält Propolis, welches natürlich antibakteriell wirkt. Der perfekte Stoff aus der Natur, um Lebensmittelreste sicher zu verwahren.
  • Wiederverwendbare ökologische Einkaufsbeutel: z.B. von Naturtasche – auf Wegwerfbeutel aus Papier oder Plastik beim Obst-, Gemüse- und Broteinkauf könnt ihr in Zukunft verzichten! Anneliese war eine der ersten mit neuen Stoffalternativen auf dem Markt. Sie macht sich stark für den Zero Waste Lebensstil und ihre Stoffbeutel aus GOTS-zertifizierter Biobaumwolle sind richtig gut durchdacht. Man kann sie auch zum Aufbewahren von Brot oder gar als Gefrierbeutel verwenden!
  • Glasstrohhalme als Alternative zu Plastik: z.B. von HALM Straws – die sind nicht nur nachhaltiger sondern auch megastylisch!

Für Gemüseliebhaber und Smoothie-Fans:

  • Eine Saison Gemüsegartenglück z.B. bei meine Ernte: Was kann es schöneres geben, als jemandem die Möglichkeit zu geben sein eigenes Bio-Gemüse anzubauen? Die Parzelle wird zu Beginn der Saison bepflanzt, sodass man nach und nach mehr eigene Projekte starten kann. Ein sanfter Einstieg ins Gärtnern quasi. Geräte, Wasser und Expertenwissen inklusive. Deutschlandweit gibt es über 25 Standorte. Ich habe hier in 2018 zum ersten Mal „mitgegärtnert“ und es war eine wirklich tolle Erfahrung. Bald wird es dazu noch einen ausführlichen Blogpost geben.
  • Für Freunde und Verwandte, denen man einen ganzen Garten noch nicht zumuten kann/möchte hier noch eine andere Idee: Sprossen & Micro Greens zu Hause ziehen. Es gibt tolle nachhaltige Sets zum Ziehen von Kresse, Daikon, Knoblauchsprossen und Co.! Schaut mal bei Grown vorbei, die habe ich gerade in Gent auf der #EatingTheGap Konferenz kennengelernt. Oder Heimgart – die kommen aus Berlin.
  • Wer noch ein bisschen tiefer in den Geldbeutel greifen möchte, dem kann ich die Getreidemühlen & Standmixer von KoMo ans Herz legen. Das Tiroler Unternehmen setzt nämlich auf lokale Wertschöpfungsketten und nachhaltige Materialien. Nix mit Billigware aus Asien. Finde ich top!

Wissen verschenken

Eure Lieben lernen gerne Neues? Wie wäre es dann in diesem Jahr mal mit einem Kurs? Es gibt da natürlich unzählige Möglichkeiten. Workshops, die man gemeinsam machen kann, oder Onlinekurse, die man sogar ortsunabhängig verschenken kann. Diese beiden Möglichkeiten hier kann ich euch aus persönlicher Empfehlung ganz besonders ans Herz legen.

  • Online Kurse bei Edible Alchemy*: Ich habe ja eingangs schon erwähnt, dass das ganze Thema Fermentation mich stark beschäftigt im Moment. Zum Glück durfte ich in diesem Jahr die liebe Alexis kennenlernen, die quasi ein richtiger Fermentationsguru ist. Vor allem über Videoinhalte könnt ihr hier alles zum Thema lernen: von Sauerteigbrot über Kraut & Pickles bis hin zu veganem Nusskäse. Die Kurse sind alle auf Englisch, also ideal zum Verschenken auch an Freunde im Ausland. [*Affiliate Link: Ich erhalte eine kleine Provision, wenn ihr dem Link folgt und einen Kurs bucht.]
  • Bei meinem lieben Freund Boris Lauser hingegen ist alles „hands on“- in seinen Workshops darf gerührt, gemixt und am Ende natürlich auch geschlemmt werden. Boris bietet Rohkost-Workshops zu verschiedenen Themen an. Ich wiederhole es gern an dieser Stelle mal wieder – wer bei Rohkost immer noch an rohe Karotten denkt, hat ja keine Ahnung welche kulinarischen Schätze man sich so entgehen lässt. Tatsächlich ist eines der Gerichte, das mir in meinem Leben bisher am meisten in Erinnerung geblieben ist, aus seiner Feder entstanden. Wenn das mal kein Argument ist, um von ihm zu lernen.

Geschenke zum Kochen & Vernaschen

Essen müssen wir ja alle, darum halte ich Nahrungsmittel immer noch für eine der sinnvollsten Geschenkideen.

  • Eine Mitgliedschaft bei einer landwirtschaftlichen Produktionsgemeinschaft. Vor kurzem habe ich von dieser richtig tollen Plattform hier erfahren: www.ernte-teilen.de Da findet ihr ganz bestimmt auch in eurer Nähe eine Gruppe, der man sich anschließen kann. Und so hat die beschenkte Person das ganze Jahr etwas vom Weihnachtsgeschenk – in Form von leckerem saisonalen Obst & Gemüse. Wenn das nichts ist!
  • Getrocknete Mangos von gebana: genießen und gleichzeitig etwas Gutes tun? Funktioniert! Beim Fairtrade Pionier gebana könnt ihr eine Transportkiste Mangos für die Kleinbauern in Burkina Faso kaufen und ihnen damit die Ernte ein wenig erleichtern. Sie danken es euch mit einem Paket köstlicher getrockneter Mangos. Auch die Nüsse, Trockenfrüchte und Schokoladenbuttons sind übrigens sehr gut hier.

Apropos Schokolade… die liegt Weihnachten natürlich immer hoch im Kurs. Leider sind die meisten Siegel was fairen Handel & nachhaltigen Anbau angeht (insb. bei den großen Supermarktketten und Discountern) oft mehr Greenwashing als alles andere. Guten Gewissens kaufe ich noch gern bei folgenden Marken:

  • Original Beans: keine Monokulturen, Investition in lokale Umweltschutzprojekte an den Anbauorten, zahlen Preise deutlich über Weltmarktpreisniveau, keine Kinderarbeit, sortenreine Kakaos und somit beste Schokoladen-Qualität, Produktion erfolgt in der Schweiz – uneingeschränkte Empfehlung! Fast alles Sorten sind vegan, und auch die Kakaonibs sind ein Traum.
  • fairafric: Schokolade made in Ghana, somit volle Wertschöpfung vor Ort. Auch hier Preise deutlich über den Weltmarktpreisniveau, Transfer von Knowhow in die Ursprungsländer und somit mehr Arbeitsplätze und soziale Wirkung.
  • Zotter: die kleinen handgeschöpften Tafeln aus Österreich enthalten Zutaten, die nach WFTO-Standards gehandelt werden. Vor allem sind sie aber einfach mal unglaublich lecker. Regelmäßig neue Geschmackskreationen sorgen für Abwechslung.

Ich habe euch hier zwar alle Webseiten verlinkt, damit ihr euch noch intensiver informieren könnt – erhältlich sind diese Schokoladen aber eigentlich in jedem gut sortierten Bioladen, in Reformhäusern & Welt-Läden.

Wer sich, was die Vorlieben der beschenkten Personen angeht, etwas unsicher ist, für den habe ich dennoch einen Tipp: Wie wäre es mit einem Gutschein für den nächsten Unverpackt-Laden? Oft braucht es für eine Umstellung weg vom Verpackungsmüll nur einen kleinen Anschub. Und wer erstmal unverpackt eingekauft hat, stellt schnell fest, wie angenehm es sein kann, nicht zwischen sieben Varianten Haferflocken auswählen zu müssen. 😉 Eine tolle Übersicht mit Zero Waste Läden gibt es hier bei Shia von Wasteland Rebel. Alternativ könnt ihr natürlich auch einen Gutschein für den nächsten Bioladen oder einen Online Shop verschenken. Auch da hat Wasteland Rebel eine tolle Liste parat.

Edle Tröpfchen

Es muss natürlich nicht immer etwas Essbares sein. Auch flüssige Kost lässt sich super verschenken und mit diesen Tipps hier könnt ihr auch echte Kenner noch überraschen!

  • Wer Gin mag und hochwertiges Design schätzt, wird von einer Flasche Dr. Jaglas GIN-seng sicher begeistert sein! Meine Freundin Christina kommt aus einer Apothekerfamilie – nur Botanicals höchster Qualität wandern somit hier in die Flasche. Und das wunderschöne Verpackungsdesign macht auch echt was her. Für Glühwein-Liebhaber gibt es hier übrigens auch noch eine ganz besondere Rarität: ein Glühwein-Kräuterelixier.
  • Darf es lieber Wein sein? Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Naturwein von 8greenbottles? Der ist nämlich gerade total im Kommen. Das richtig tolle an dem Onlineshop: man bewertet die ausgetrunkenen Weine und bekommt so individuell abgestimmte Empfehlungen. Probiert es doch mal aus.
  • Alkoholfrei unterwegs? Auch das ist kein Problem – schaut unbedingt mal bei der Manufaktur Jörg Geiger rein. Da gibt es die weltbesten alkoholfreien PriSeccos (meine Lieblingssorte ist die Nr. 11 „Unreifer Apfel & Eichenlaub“) oder tollen Cider der (fast) als alkoholfrei durchgeht. Auch der „Don’t Call me Gin“ ist ein Traum – der ist mit 46% vol. dann allerdings doch nichts für schwache Nerven. 😉

Koch- und Sachbücher:

  • Bento Power“ von meiner Freundin Sara von Shiso Delicious: Auch wer mit Bentos – einer japanischen Form der Lunchbox – bisher noch nichts anfangen konnte: dieses Buch macht Lust auf Kochen! Hier finden sich nicht nur wunderbare Rezepte für Mahlzeiten zum Mitnehmen, sondern auch ganz viele praktische Tricks für die Küche, tolle Aromen-Kombinationen und unfassbar viel Leidenschaft für gutes Essen.
  • Mein liebstes Kochbuch für den Alltag und aus dem Kochbuchregal nicht mehr wegzudenken – kein Rezept hat bisher enttäuscht: „At Home in the Whole Food Kitchen“ von der talentierten Amy Chaplin. Das Buch ist sowohl auf Englisch als auch Deutsch erhältlich.
  • Vegan Klischee ade“ von Niko Rittenau – wer dem Thema pflanzenbasierte Ernährung mal aus ernährungswissenschaftlicher Sicht so richtig auf den Zahn fühlen will, findet hier die neuesten Facts aus der Forschung! Niko kann einfach mega gut erklären und räumt mit so manchen Mythen und Vorurteilen auf: 100% Leseempfehlung!

Übrigens: Ganz bewusst verzichte ich hier (und auch sonst) auf Amazon Affiliate Links! Bitte geht doch in eure lokale Buchhandlung. Die können alle Bücher meistens zum nächsten Werktag bestellen. Ihr unterstützt somit lokale Geschäfte und müsst außerdem nicht genervt zu Hause auf den Paketdienst warten. Win-win!

Andere kreative Ideen

Ich hoffe ihr habt vielleicht die ein oder andere kleine Anregung mitnehmen können. Natürlich ist es auch immer schön Zeit zu verschenken. Zum Beispiel in Form von Tickets für ein Konzert, eine Ausstellung, eine gemeinsame Reise. Oder wie wäre es gleich mit einem Jahres-Museumspass für eure Stadt? Mal etwas ganz anderes wäre zum Beispiel eine Elektro Carsharing Mitgliedschaft oder Guthaben dafür, sofern es so etwas bei euch in der Nähe gibt. Für Sportbegeisterte bietet sich eine Mitgliedschaft im Fitness- oder Yoga-Studio an.

Noch ein paar letzte Worte zum Thema Verpackung. Ja, man kann sich mit buntem Hochglanz-Geschenkpapier und goldenen Bändern eindecken. Aber wie wäre es stattdessen denn mal mit etwas mehr Minimalismus? Ich hebe Packpapier von erhaltenen Paketen oder Zeitungspapier auf und verwende es zum Verpacken. Statt Plastikgeschenkband benutze ich Küchengarn. Und mit ein paar Zweigen oder wilden Beeren verknotet sieht das ganze direkt wunderbar festlich aus. Es soll aber unbedingt buntes Papier sein? Bei PaketPlanet aus München gibt es nach dem Cradle-to-Cradle Prinzip hergestelltes Geschenkpapier. Schädliche Substanzen kommen hier gar nicht erst zum Einsatz und es entsteht kein Abfall.

Ich hoffe meine Ideen konnten euch ein bisschen inspirieren. Nun wünsche ich euch eine hoffentlich stressfreie Weihnachtszeit, ganz viel Freude beim Beschenken und beschenkt werden.

Alles Liebe, eure Caro


About Carolin

Ich bin Caro - die Person hinter dem Blog CaroKocht. Hier teile ich meine Leidenschaft für pflanzliche saisonale Küche, berichte über Hintergründe aus der Lebensmittelwirtschaft und gebe euch meine besten Foodie Tips für Berlin und Umgebung!

2 thoughts on “Mein nachhaltiger Weihnachtsgeschenke-Guide 2018

    1. Liebe Nina,
      vielen dank für deine Rückmeldung. Von Chobachoba und Garcoa habe ich auch schon mal gehört, habe sie aber noch nie probiert. Muss ich unbedingt mal nachholen, wenn ich das nächste mal in der Schweiz bin! Danke für den Tipp 🙂

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